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Mapper des Monats

Inspiriert durch die Interviews aus der Reihe „Mapper of the Month (Belgium)“ des belgischen Mappers escada möchte ich meinen persönlichen Mapper des Monats vorstellen: Ulrich Waltemath.

Ulrich ist 70 Jahre alt und begeisterter Wanderer. Als Wanderleiter führt er Wandergruppen für die Quedlinburger Wanderfreunde 1952 durch die Wälder des Ost- und Südharzes. Er nutzt als Unterstützung ein Navi von Garmin. Da ihm die mitgelieferten Karten nicht ausreichend detailliert waren, kam er durch einen Tipp seines Sohnes zu dem Kartenmaterial von OpenStreetMap.

Zunächst glücklich über das Kartenmaterial hat er immer wieder Fehler und Ungenauigkeiten entdeckt und sich schließlich im April bei OpenStreetMap registriert, blieb aber zunächst inaktiv. Im November stieß er auf die neue Harzer Mailingliste worauf wir im Februar ein Treffen mit mehreren OSM Enthusiasten aus dem Harz in Wernigerode organisiert haben.

Über Teamviewer konnte ich Ulrich bei seinen ersten Bearbeitungen mit dem Online Editor iD unterstützten. Daraus wurde bald ein ein reger Austausch über die Bearbeitung von Wanderwegen, Schutzhütten und Hausnummern.

Im Sommer hat uns der Mapper Okilimu auf unserer Mailingliste auf das Interesse der Harzer Verkehrsbetriebe an OpenStreetMap hingewiesen. Da Ulrich bereits gute Kontakte zur HVB pflegt, konnte er schnell mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Erstes Ergebnis war eine Liste aller Haltestellen um die Daten in OSM auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen. Ein besonderer Erfolg ist ein „Freifahrtschein“, den Ulrich zum Abfahren der Strecken erhalten hat um Lage und Ausstattung der Haltestellen zu überprüfen.

Die Haltestellen aus Quedlinburg und Umgebung hat er bereits geprüft. Sobald alle Haltestellen der HVB überprüft sind, werden wir mit den Linien-Relationen fortfahren.

An dieser Stelle vielen Dank an Ulrich für die tolle Arbeit.

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Als Andreasberg von der Karte verschwand

Annerschbarrich auf Wetter.de

Annerschbarrich auf Wetter.de Quelle: Wetter.de, Karte: © OpenStreetMap und Mitwirkende

Schon als kleines Kind haben mich Karten irgendwie fasziniert. Besonders die Tatsache, dass unser kleines Bergstädtchen selbst im Diercke Weltatlas auf der Karte in dem kleinen Maßstab von 1:1.500.000 abgebildet ist, hat mich gefreut.

Auf dem Geburtstag meiner Tante erzählte mir dann neulich Jemand, wie er sich darüber gefreut hat, dass Andreasberg auf der Karte von Wetter.de angezeigt wird – eigentlich schon Grund genug zur Freude da wir seit dem Verlust der Stadtrechte ja schon von einigen Karten radiert worden sind. Aber es ging um etwas Anderes: auf der Karte stand „Annerschbarrich“, also die Bezeichnung in der andreasberger Mundart. Aber wie kam es dazu?

Der Verdacht fiel gleich auf mich. Schließlich basiert die Karte von Wetter.de auf den Daten der freien Weltkarte OpenStreetMap, an welcher ich schon seit längerem begeistert mitarbeite. Neben dem offiziellen Namen hatte ich auch „Annerschbarrich“ als alternative Bezeichnung eingetragen. Weshalb aber Wetter.de diese Bezeichnung statt der „offiziellen“ Bezeichnung nutzt, konnten wir nicht feststellen, die Datenbasis ist jedenfalls korrekt.

Ein schöner „Fehler“ jedenfalls über den man gerne schmunzeln darf. Den betreffenden Kartenausschnitt bekommt man angezeigt, wenn man bei Wetter.de nach Sankt Andreasberg sucht.

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Gesucht, Gefunden. Software zum Stitchen von Karten

Alte Karten sind eine sehr hilfreiche Quelle für OpenStreetMap um Namen von Waldgebieten, Bergen, Gewässern und andere Details zu finden. Auch für die Wikipedia sind sie eine brauchbare Quelle. Leider ist das Einscannen nicht ganz einfach, da handelsübliche Scanner nur Dokumente bis DIN A4 unterstützen und größere Scanner sehr teuer sind.

Seit einiger Zeit habe ich nach einer brauchbaren Software zum Stitchen von Karten gesucht. Also einem Programm zum Zusammenfügen von Kartenausschnitten, welche aufgrund viel zu kleiner Scanner nachträglich wieder zusammengeführt werden müssen.

Beispiel zum Scannen einer Großformatigen Karte

Beispiel zum Scannen einer Großformatigen Karte

Die ersten Versuche habe ich mit Hugin unternommen. Ein Tutorial führt durch den gesamten Prozess. Dieser ist etwas aufwendig und schlägt häufig ohne erkennbaren Grund fehl, die Ergebnisse sind aber – wenn es klappt – sehr gut. Bei besonders großen Bildern versagt Hugin allerdings. Hugin ist OpenSource (GPLv2).

Testergebnis mit Hugin

Test mit Hugin

PTGui hat besonders schlechte Ergebnisse erzeugt. Die Bilder sind zwar grob in der richtigen Lage zueinander aber dennoch mit starkem Versatz. PTGui ist proprietär, eine Lizenz kostet ab 79 €.

PTGui

Test mit PTGui

Der PhotoStitcher ist sehr einfach zu bedienen, die Bilder lassen sich per Drag & Drop einfügen und die Oberfläche ist sehr übersichtlich. Die Ausrichtung der Bilder ist einwandfrei. Das Ergebnis ist allerdings fleckig und enthält Schatten, die in der Vorlage nicht vorhanden sind. Der Entwickler hat zugesagt, sich das Problem einmal anzusehen, hat sich aber nicht wieder gemeldet. PhotoStitcher ist proprietär, eine Lizenz kostet 19,99 €.

PhotoStitcher

Test mit PhotoStitcher

Als letztes habe ich mir Autopano Pro angesehen. Obwohl die GUI Unmengen an Einstellmöglichkeiten bietet, lassen sich die Bilder per Drag & Drop einfügen und in wenigen Schritten zusammenfügen. Wo die anderen Programme mit dem Finden von Überlappungspunkten Probleme hatten, oder erst gar keine finden konnten, hat Autopano sehr gute Ergebnisse produziert. Autopano Pro ist proprietär, eine Lizenz kostet 99 €.

Eine weitere Möglichkeit zum Stitchen bietet Map Warper. Allerdings ist der Fokus hier ein etwas anderer. Die Bilder werden an einer Karte ausgerichtet und die einzelnen Segmente anschließend zusammengefügt. Der Prozess scheint mir etwas ungeeignet um optisch ansprechende Ergebnisse zu erhalten, allerdings habe ich es nicht getestet. Es ist dafür aber sehr gut zur nachträglichen Georeferenzierung der Karten geeignet. Dabei werden diese an einer Karte ausgerichtet und dann als Tiles zur Verwendung in Webanwendungen, oder als georeferenziertes Bild, bereitgestellt.

Die Ergebnisse kann man sich bei Map Warper und Wiki Commons ansehen:

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Historische Karte der Gräben und Wasserläufe in Sankt Andreasberg

Diese schöne historische Karte habe ich vor einiger Zeit zur Verfügung gestellt bekommen – vielen Dank an dieser Stelle. Leider ist sie an manchen stellen etwas unscharf da ich beim einscannen ein paar Fehler gemacht habe – ich hoffe ich bekomme demnächst noch einmal die Gelegenheit sie ordentlich einzuscannen.

In jedem Fall hat mir diese Karte auch sehr geholfen, einige Details bei OpenStreetMap zu ergänzen und eine Reihe von Fehlern auszumerzen.

[osm_map lat=”51.715″ long=”10.526″ zoom=”14″ width=”600″ height=”450″ control=”mouseposition,scaleline” map_border=”thin solid grey” theme=”dark” type=”Mapnik” extmap_type=”OSM” extmap_name=”Gräben und Gruben in Sankt Andreasberg” extmap_address=”http://mapwarper.net/maps/tile/2417/${z}/${x}/${y}.png” extmap_init=”numZoomLevels: 17, transitionEffect: ‘resize’, tileOptions: {crossOriginKeyword: null}, sphericalMercator: true” type=”ext” ov_map=”0″]

Über weitere Kartenspenden und -leihgaben würde ich mich natürlich auch sehr freuen.

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Harzer Mappertreffen

Obwohl die Goslarsche Zeitung im Vorfeld über das Treffen und Mapping im Allgemeinen berichtete, verlief das Harzer Mappertreffen am eher ruhig. Ein Reporter der Goslarschen Zeitung war vor Ort, um Mapper und Interessierte für einen späteren Artikel zu Interviewen.

Später stießen noch zwei Mitglieder der Bergwacht Sankt Andreasberg dazu, mit denen wir eine Diskussion hatten, wie OSM-Karten und GPS-Spuren bei der Koordination von Suchaktionen von vermissten Personen nützlich sein können.

Ein weiteres Treffen wird für Herbst 2013 geplant.


PDF-Dokument Mapper speisen Zusatzinfos in kostenlose digitale Karten
Von Angela Potthast, Goslarsche Zeitung vom , Seite 25

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